Kryptozeitung

Kontroverse um Fundstrat und IOTA: Bezahlter Bericht als unabhängige Forschung geshilled

IOTA

Das Börsenforschungsunternehmen, das von dem berüchtigten „Experten“ für Bitcoin-Preisvorhersagen, Tom Lee, gegründet wurde, ist aufgefallen, wie es bei seinen Kunden für das IOTA Kryptowährungsprojekt wirbt.

Wie der unabhängige Kryptoforscher Hasu zunächst feststellte, wurde der Fundstrat-Bericht von IOTA-Stiftungs-Mitbegründer Dominik Schiener selbst in Auftrag gegeben und bezahlt.

Die Offenlegung erscheint auf Seite 71, praktischerweise versteckt vor dem freien Blick:

Dominik Schiener ist sowohl Co-Präsident des Vorstands der IOTA-Stiftung als auch Mitbegründer der IOTA-Stiftung. Dominik Schiener hat dieses spezielle Forschungsprojekt in Auftrag gegeben/bezahlt und hat die Erlaubnis zur Verbreitung.

Fundstrat’s unvollständige Offenlegung der Details.

Noch schlimmer ist diese gekürzte Version der Studie, die auf fsInsight, dem Privatanlegerportal von Fundstrat, erscheint.

Fundstrat gibt nicht bekannt, wer für den Bericht bezahlt hat, und geht sogar so weit, dass sie im Abschnitt „Offenlegung“ Folgendes behauptet:

FS Insight kennt keine wesentlichen Interessenkonflikte und hat auch keinen Grund, davon Kenntnis zu haben.

Der Interessenkonflikt von Fundstrat

Fundstrat behauptet, dass es keinen Interessenkonflikt gibt. | Quelle: fsInsight

Es ist ein schlüpfriger Abhang

Trotz Tom Lees häufiger Auftritte bei CNBC hat die Glaubwürdigkeit von Fundstrat bereits einige berechtigte Schläge erhalten.

Immerhin hat Lee eine lange Geschichte von mutigen Bitcoin-Preisprognosen, die sich nie zu erfüllen scheinen.

Und nun wirbt seine Firma bei seinen eigenen privaten Kunden für ein unbewiesenes Projekt. Die IOTA hat in Krypto-Kreisen einen umstrittenen Ruf, insbesondere unter den Bitcoin-Maximalisten.

Der ehemalige Kraken-Programmierer Andreas Brekken veröffentlichte eine gründliche Untersuchung, die zu einem Ergebnis kam: „IOTA: Kann nicht für IoT verwendet werden. Es kann zum Verlust von Geldern kommen.“

Es gab jedoch zahlreiche Geschäftspartnerschaften, die die Iota-Stiftung in den letzten Jahren entwickelt hat und die für die Legitimität des Projekts sprechen.

Abgesehen davon taten sich Fundstrat und Tom Lee mit diesem unethischen Schritt keinen Gefallen und ihr ohnehin schon angeschlagener Ruf erlitt einen weiteren Schlag.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel sollte nicht als Anlageberatung verstanden werden und ist nicht dazu bestimmt, diese anzubieten. Die Kryptozeitung und ihre verbundenen Unternehmen, Mitarbeiter, Schriftsteller und Subunternehmer sind Krypto-Währungsinvestoren und haben von Zeit zu Zeit möglicherweise Anteile an einigen der von ihnen abgedeckten Münzen oder Token. Bitte führen Sie Ihre eigene gründliche Recherche durch, bevor Sie in eine Kryptowährung investieren.

Felix Küster

Felix Kuester arbeitet als Analyst und Content-Manager für Kryptozeitung und ist spezialisiert auf Chartanalyse und Blockchain-Technologie.
Der Physiker verfügt über mehrjährige Berufserfahrung als Projektleiter und Technologieberater. Felix ist seit vielen Jahren nicht nur von der technologischen Dimension der Krypto-Währungen begeistert, sondern auch von der dahinter stehenden sozioökonomischen Vision.

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