Beeinflusst das Coronavirus Kryptowährungen und Bitcoin-Investitionen auf gute oder schlechte Weise?

Als die WHO im Februar 2020 wegen des Coronavirus den Pandemiezustand ausrief, gerieten die Anleger an den Börsen in Panik. Die meisten Aktienkurse verloren zweistellig an Wert, einige Werte brachen sogar um die Hälfte ein. Bei Kryptowährungen wie dem Bitcoin oder Ethereum sah es nicht viel anders aus. Der Bitcoin rutschte innerhalb von ein paar Wochen von umgerechnet über 10.000 US-Dollar auf unter 5.000 US-Dollar ab. Viele Aktien erholten sich jedoch in der Zeit ab Ende März bis Anfang April wieder und haben heute bereits den Stand von „Vor-Corona“ oder sogar darüber hinaus erreicht.

Um beim Beispiel des Bitcoins zu bleiben: Dieser hat seitdem eine ganz ähnliche Entwicklung genommen und notiert heute wieder über 10.000 US-Dollar. Das sind etwa 30 5 mehr als noch vor 12 Monaten. Zwischenzeitlich war der Kurs des Bitcoins sogar schon über die 12.000er-Marke geklettert. Bei Crypto VIP Club gibt es Kurse und News zu den wichtigsten Kryptowährungen

Bei Ethereum ist die Entwicklung sogar noch positiver ausgefallen, als bei beim Bitcoin. Die Wertsteigerung und damit die Vermehrung des investierten Vermögens betrug innerhalb der letzten 12 Monate sogar knapp 100 %. Andere Kryptowährungen wie Dash oder Ripple stehen im 12-Monats-Zeitraum dagegen im Minus. Die Beispiele zeigen, dass das Coronavirus keine einheitlichen Auswirkungen auf die Investitionen in Kryptowährungen hat. Es gab zwar in der ersten Panik einen Absturz, inmitten der Pandemie entwickelten sich jedoch einige Kryptowährungen wieder nach oben. Bei Aktien gab es ein ähnliches uneinheitliches Bild. Es gibt Gewinner und Verlierer der Coronakrise.

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Was treibt den Kurs von Kryptowährungen eigentlich an?

Wie bei jedem anderen auf funktionierenden Märkten gehandelten Gut, wird der Preis aus dem Zusammenspiel zwischen Angebot und Nachfrage bestimmt. Sinkt die Nachfrage oder steigt das Angebot, sinkt der Preis. Steigt dagegen die Nachfrage oder sinkt das Angebot steigt der Preis. Bei Kryptowährungen wird der Preis üblicherweise als Gegenwert in Fiat-Währungen wie dem US-Dollar oder dem Euro gemessen.

Wie bei anderen Währungen auch, hängt die Nachfrage nach Kryptowährungen vom Vertrauen in die Währung ab oder auch vom Nutzen derselben. Bestimmte Kryptowährungen lassen sich beispielsweise bei der Abwicklung von Finanztransaktionen oder im Internet der Dinge bei der Kommunikation von Geräten oder Systemen einsetzen und bilden so zusätzlich zur Nachfrage an den Märkten auch noch einen Zusatznutzen. Handelt es sich bei einem solchen Zusatznutzen auch noch um ein stark nachgefragtes Feature, kann sich das deutlich positiv auf die Kursentwicklung auswirken.

Beim Bitcoin selbst gibt es einen solchen Zusatznutzen bislang jedoch nicht. Der Preis ist also rein Nachfragegetrieben. Es kommt aber gelegentlich auch zu Marktverwerfungen, etwa wenn Spekulanten auf den Markt drängen. So konnte man beispielsweise zum Jahresende 2011 sehen, dass große institutionelle Investoren in Bitcoin & Co investierten und so den Kurs auf Rekordhöhen jagten. Diese waren jedoch nur auf eine schnelle Gewinnerzielungsabsicht aus und verabschiedeten sich kurze Zeit später wieder. Der Kurs des Bitcoins brach daraufhin genauso schnell wieder ein. Private Anleger, die zwischenzeitlich auf den Hype aufgesprungen waren und zu spät reagierten hatten dann das Nachsehen gehabt.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel sollte nicht als Anlageberatung verstanden werden und ist nicht dazu bestimmt, diese anzubieten. Die Kryptozeitung und ihre verbundenen Unternehmen, Mitarbeiter, Schriftsteller und Subunternehmer sind Krypto-Währungsinvestoren und haben von Zeit zu Zeit möglicherweise Anteile an einigen der von ihnen abgedeckten Münzen oder Token. Bitte führen Sie Ihre eigene gründliche Recherche durch, bevor Sie in eine Kryptowährung investieren.

Felix Kuester arbeitet als Analyst und Content-Manager für Kryptozeitung und ist spezialisiert auf Chartanalyse und Blockchain-Technologie. Der Physiker verfügt über mehrjährige Berufserfahrung als Projektleiter und Technologieberater. Felix ist seit vielen Jahren nicht nur von der technologischen Dimension der Krypto-Währungen begeistert, sondern auch von der dahinter stehenden sozioökonomischen Vision.

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