Ethereum steht vor einem erheblichen Abwärtsrisiko, da die Netzwerkaktivität einbricht

Highlights:

  • Die Netzwerkaktivität von Ethereum ist auf das Niveau von 2020 gesunken, da die Transaktionsgebühren Allzeittiefstwerte erreichten.
  • Niedrigere Transaktionsgebühren schwächen Ethereums deflationäres Modell und erhöhen die Inflationsrisiken.
  • Der Krypto-Analyst Ali Martinez prognostiziert, dass das ETH/BTC-Handelspaar um 91% auf 0,0020 BTC abstürzen könnte.

Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, steht vor erheblichen Herausforderungen, da sich seine Netzwerkaktivität deutlich verlangsamt hat. Laut dem Krypto-Händler EgyHash von CryptoQuant ist die Leistung von Ethereum im Vergleich zu Bitcoin auf ein Niveau gesunken, das zuletzt 2020 zu beobachten war, was Bedenken hinsichtlich eines potenziellen 91-prozentigen Kursrückgangs aufkommen lässt.

Gründe für Ethereums Schwierigkeiten

Der Haupttreiber hinter Ethereums Problemen ist die rückläufige Netzwerkaktivität. Seit Beginn des Jahres ist die Zahl der aktiven Adressen im Ethereum-Netzwerk stetig gesunken. Diese Verlangsamung hat zu niedrigeren Transaktionsgebühren geführt, was wiederum Ethereums Wertangebot beeinträchtigt.

Blockchain-Daten bestätigen diesen Trend, da die durchschnittlichen Transaktions- und Blockgebühren Rekordtiefstände erreicht haben. Dies macht Ethereum für Validator weniger profitabel und schwächt das Ökosystem.

Wale verkaufen Milliarden

Das Vertrauen der Anleger in Ethereum schwindet ebenfalls. Daten von Santiment zeigen, dass große Investoren, sogenannte Wale, in nur zwei Wochen 760.000 ETH im Wert von rund 1,42 Milliarden US-Dollar verkauft haben. Die Aktivität der Wale ist in den letzten fünf Wochen um 63,8% zurückgegangen, was ein beunruhigendes Zeichen ist. Wenn diese großen Investoren weiterhin verkaufen, könnte Ethereum noch stärkerem Abwärtsdruck und einem massiven Ausverkauf ausgesetzt sein.

Inflationssorgen nehmen zu

Ethereums deflationärer Mechanismus, der Transaktionsgebühren verbrennt, um das Angebot zu reduzieren, hat sich aufgrund der geringeren Netzwerkaktivität geschwächt. Seit dem Dencun-Upgrade ist die Verbrennungsrate auf den niedrigsten Stand seit Ethereums Umstellung auf einen Proof-of-Stake-Konsens gesunken. Dies hat das Angebot erhöht und den Inflationsdruck verstärkt, was den Preis weiter belasten könnte.

EgyHash warnt, dass Ethereum Probleme haben wird, seinen Wert zu halten, solange die Netzwerkaktivität und die Transaktionsgebühren nicht anziehen. Wenn die Inflation schneller steigt als die Nachfrage, könnte der Preis längere Zeit unter Druck bleiben.

Ein Szenario von 91% Absturz

Der Krypto-Analyst Ali Martinez hat Alarm wegen eines möglichen Ethereum-Absturzes gegenüber Bitcoin geschlagen. Basierend auf dem ETH/BTC-Chart prognostiziert er, dass Ethereum bei Ausbildung eines bärischen Musters um 91% fallen könnte. Martinez erklärt, dass das Chart-Muster eines Doppeltops, wenn es auf den Kopf gestellt wird, oft einen massiven Rückgang signalisiert. Wenn dieses Muster Bestand hat, könnte ETH/BTC auf 0,0020 BTC fallen, was für Ethereum-Investoren verheerend wäre.

Der zukünftige Ausblick

Ethereum steht an einem kritischen Punkt. Seine Zukunft hängt davon ab, ob sich die Netzwerkaktivität verbessert und das Vertrauen der Investoren zurückkehrt. Wenn Ethereum die Unterstützung von 1.800 US-Dollar halten und eine Erholung wie Bitcoin einleiten kann, könnte es die Widerstandsmarken von 1.900 und 1.950 US-Dollar überwinden. Bis dahin bleibt das Risiko weiterer Verluste jedoch hoch.

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Haftungsausschluss: Dieser Artikel sollte nicht als Anlageberatung verstanden werden und ist nicht dazu bestimmt, diese anzubieten. Die Kryptozeitung und ihre verbundenen Unternehmen, Mitarbeiter, Schriftsteller und Subunternehmer sind Krypto-Währungsinvestoren und haben von Zeit zu Zeit möglicherweise Anteile an einigen der von ihnen abgedeckten Münzen oder Token. Bitte führen Sie Ihre eigene gründliche Recherche durch, bevor Sie in eine Kryptowährung investieren.

Felix Küster
Felix Küster

Felix Kuester arbeitet als Analyst und Content-Manager für Kryptozeitung und ist spezialisiert auf Chartanalyse und Blockchain-Technologie. Der Physiker verfügt über mehrjährige Berufserfahrung als Projektleiter und Technologieberater. Felix ist seit vielen Jahren nicht nur von der technologischen Dimension der Krypto-Währungen begeistert, sondern auch von der dahinter stehenden sozioökonomischen Vision.

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